Die Scheibenwischer gleiten sanft und zielstrebig von rechts nach links. Es wirkt so, als würden sie den Nebel von der Windschutzscheibe wischen, wie im Winter den Schnee. Vorsichtig arbeiten sich meine Frau und ich in unserem kleinen Wagen die Straßen zwischen Felswand und Abgrund immer weiter voran, bis das erste Kloster vor uns erscheint:  Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro. Es verschlägt uns den Atem. Bereits das zweite Mal seitdem wir in der Meteora Region in Griechenland angekommen sind.

 

Zugegeben, ich hatte mich mit Meteora vor unserer Reise nicht wirklich beschäftigt. Meine Frau meinte jedoch, es würde mich umhauen. Sie sollte recht behalten. Die Fahrt von Thessaloniki nach Meteora dauert ca. 2 1/2 Stunden und führt weitestgehend durch flaches, karges Land. Und dann erscheint Meteora vor uns. Erscheinen ist wirklich die passende Beschreibung, denn wo zuvor flaches Land gewesen ist, steigen nun massive Felsen wie gigantische Stalakmiten aus den Böden. Sie bilden ein Tal, durch das schmale, gut ausgebaute Straßen führen. Die beeindruckende Kulisse lenkt den Erstbesucher leicht ab. Insbesondere im Nebel ist das nicht ganz ungefährlich. Also – Konzentration und immer weiter vorwärts.

The Story of Fire and Ice

Randnotiz für Film- und Serien-Nerds: Schon James Bond kletterte im Film „In tödlicher Mission“ an den Felsen der Meteora Gebirge. Und wusstet ihr, dass Meteora die Inspiration für das Reich Eyrie in Game Of Thrones ist? Was man alles in Recherchen zu solchen Trips herausfindet. Nach Malta schon die zweite GoT-Location, die ich zufällig besucht habe. Malta?! Da kommt auch bald ein Blogpost 😉
Die Faszination des UNESCO-Weltkulturerbes Meteora resultiert für mich aus der Kombination von atemberaubender Naturkulisse und der architektonischen Meisterleistung der orthodoxen Mönchsklöster. Letztere wurde mit viel Geschick und unter immensenm körperlichen Einsatz auf den Spitzen der Felsen gebaut. 24 waren es einst. Gebaut, um in Stille und besonderer Nähe zu Gott den christlichen Glauben zu praktizieren. Während die Klöster früher ausschließlich per Seilkorb zu erklimmen waren, sind die übrig gebliebenen sechs Klöster mittlerweile entweder per Auto oder zu Fuß zu erreichen. Die letzten Stufen zu Fuß könnten allerdings auch den einen oder anderen außer Atem bringen (uns natürlich nicht ? ).

Meteora für Fotografen – Der beste Fotospot für ein atemberaubendes Panorama

Für Fotografen ist Meteora ein Paradies. Es gibt einige Spots für sensationelle Panorama Aufnahmen und atemberaubende Stimmungen. Dafür sollte natürlich das Wetter mitspielen. Was die Lichtverhältnisse betrifft, hatte ich mit Nebel und Regen kein großes Glück. Dafür hat sich eine ganz besondere, mystische Stimmung über die Region gelegt. Mit meiner Panasonic Lumix GX7 habe ich versucht genau diese Stimmung einzufangen. Ob mir das gelungen ist, könnt ihr an den Bildern beurteilen.

 

Plant ihr auch eine Reise nach Griechenland und Meteora steht auf eurem Zettel für eine Fototour? Dann habe ich hier drei Tipps:

 

  1. Packt unbedingt ein Weitwinkelobjektiv für atemberaubende Panoramen ein
  2. Für Reisen im Frühjahr oder Herbst sind wasserfeste Kleidung und Kameras sehr praktisch
  3. Die beste Zeit für Bilder: in den Morgenstunden. Dann legt sich eine mystische Stimmung über Meteora und alles fühlt sich nach Abenteuer an

 

Den besten Fotospot findet ihr (meiner Meinung nach) egal zu welcher Uhrzeit hier:

 

Diesen Spot findet ihr hier: https://goo.gl/maps/BUCYzeAcec72
Ready for more? Dann scrollt weiter runter und lasst euch von Meteora verzaubern. Falls euch die Bilder inspirieren, schreibt mir gern für Tipps zu Fotospots oder Unterkünften. Ich freue mich auf euer Feedback.

 

Cheers,
Stephan Schaar

 

Panasonic Lumix GX7 / 30mm/ƒ/7.1/1/40s/ISO 250 | Meteora und die Nebelwand.
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/4.0/1/640s/ISO 200 | Monastery of Varlaam
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/6.3/1/60s/ISO 200 | Innenhof des Klosters Megalo Meteoro
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/9.2/1/500s/ISO 200 | Früher der einzige Weg ins Klosters Megalo Meteoro – Der Seilzug
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/10.0/1/40s/ISO 200 | Aufstieg zum Kloster Holy Trinity
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/6.3/1/100s/ISO 400 | Abstieg vom Kloster Holy Trinity
Panasonic Lumix GX7 / 14mm/ƒ/7.1/1/200s/ISO 200 | Ich nenne es „The View“.
Panasonic Lumix GX7 / 29mm/ƒ/8/1/200s/ISO 400 | Das imposanteste Kloster von allen. Again: Holy Trinity
Staunend und mit offenem Mund steh ich da. Man kann es ganz genau sehen.