„Schaut jetzt bitte einmal alle nach links. Dort seht ihr grüne Hasen.“ Grüne, was?! Waren wir nicht gerade erst an einer Herde Vicunas vorbeigefahren direkt hinter den Geysiren? Was kommt als nächstes? Flamingos? Ach, und da sind sie auch schon tatsächlich. Vor lauter Staunen vergesse ich das Fotografieren. Das macht nichts, denn diese Bilder haben sich für immer in meine Erinnerung gebrannt. Chile, oh Chile ein Teil von mir ist bei dir geblieben. Wir haben uns drei Wochen Zeit genommen, um Chile zu entdecken. Auf ans andere Ende der Welt!

Jede Woche in einem anderen Teil des Landes bedeutet, jede Woche eine andere Klimazone und vollkommen andere Bilder. Im Norden lockt die trockenste Wüste der Welt, die Atacama Wüste. In der Mitte des Landes wird man mit reichhaltigem Grün beglückt oder darf sich in den Nebenstraßen der kleinen und großen Metropolen verlieren. Der Süden mit seinem wilden Patagonien und seiner unbeschreiblich schönen, aber rauen Seele ist hingegen ein ganz eigenes Abenteuer.

Wer nach Landschaften, Natur und Ferne sucht, stolpert früher oder später über Chile. Möchte man dem kalten Winter Deutschlands entfliehen, ist Südamerika definitiv eine Option. So auch für meine Frau und mich. Wer jedoch drei Klimazonen in einem Urlaub miterleben will, braucht nicht nur Planung bei der Ausrüstung, sondern jede Unterstützung für die Reiserouten. Eine große Hilfe war dabei der Blog von Daniel Tischer – https://southtraveler.de/, den ich euch ans Herz legen möchte, falls ihr eine Reise nach Chile plant. Wirklich sehr übersichtlich und voller nützlicher Tipps und Infos. Danke Daniel. Vor Ort helfen natürlich dann auch die üblichen Verdächtigen wie der Lonely Planet weiter.

Obwohl das Fotografieren einen wesentlichen Teil meiner Reisen ausmacht, sollen Ausrüstung und Shotlist nicht allgegenwärtig sein. Daher habe ich mir schon lange angewöhnt mich auf ein kleines, solides Grundset bei der Kameraausrüstung zu verlassen. Alles was ich zum Fotografieren dabei hatte war:

  • Fujfilm X-T1
  • Fujinon XF 18-55mm 2.8
  • Gorillapod
  • 3 Akkus
  • 2 SD-Karten (64 GB)
  • Ladegerät
  • Vario ND-Filter von GOBE
  • Putzzeug

Ein ordentliches Stativ wäre sicherlich toll gewesen, doch wie bereits erwähnt: drei Klimazonen bedeutet unfassbar viel Zeug zum Schleppen im Rucksack. Würde ich nach dieser Tour ein weiteres mal so schlank reisen? Wenn ich mit meiner Partnerin gemeinsam unterwegs bin, das gemeinsame Reisen im Vordergrund steht und ich mich nicht einzig auf das Fotografieren konzentrieren will definitiv. Für einen Fotojob hätte ich zumindest ein vollwertiges Stativ eingepackt.

Gerne würde ich jetzt viele Zeilen zu den bunten Farben in Valparaiso, den tollen Bars in Santiago, der atemberaubenden Stille bei der Laguna Miscanti, tanzenden Flamingos in der Wüste, schlumpfblauen Gletscherschollen in Patagonien oder meinem Staunen an den Torres des Torres Del Paine Nationalparks schreiben. Doch…das hier ist ein Fotoblog und kein klassischer Reiseblog. Meine Bilder handeln von diesen Geschichten und erzählen von dieser Reise. Viel Vergnügen beim Durchblättern. Lasst mir gern euer Feedback da oder erzählt von euren Erlebnissen. Ich habe noch lange nicht genug von Chile…

Streetphotography Valparaiso

Valle Elqui Staudamm – Chile

Tanz zum Begräbnis eines Verwandten – San Pedro De Atacama

Plateau in der Atacama Wüste – Chile

Farben der Wüste – Atacama Wüste